Warum schmecken Rum Sorten so verschieden?

Viele Rum Genießer auf der ganzen Welt haben die eine oder andere Lieblingssorte. Manche geben hunderte von Euros oder Dollars für eine Flasche aus, andere scheuen sich das zu tun. Sie sind der Überzeugung, dass die Unterschiede so groß doch nicht sein können. Was stimmt nun wirklich? Gibt es Flaschen, die so gut sind, dass sie vierstellige Beträge kosten am Markt? Ich zeige auf, welche Dinge den Geschmack von Rum bestimmen und warum manche Tropfen tatsächlich besonders gut gelingen.

Warum gibt es bessere und schlechter Rum-Sorten?

Grundsätzlich entsteht Rum aus Melasse, die aus Zuckerrohr gewonnen wird. Außer bei Rhum-Agricole, dort ist es Zuckerrohrsirup. Auf jeden Fall prägt die Sorte des Zuckerrohrs grundsätzlich das Aroma. Es ist wie bei Äpfeln. Dort gibt es Granny Smith oder Kanzi usw. So ist es auch beim Zuckkerrohr.

Aber auch innerhalb der eine Sorte kommt es darauf an, wie viel Sonne das Rohr bekommen hat, wie gut die Feld- bzw. die Gartenbewässerung funktioniert hat, wie hoch die Luftfeuchtigkeit war und vieles mehr.

Später, bei der Gärung wird Hefe eingesetzt. Je nach dem, um welche Sorte es sich handelt, entstehen bessere und weniger gute Aromen. Manche Hefesorten wurden über Jahrhunderte gezüchtet. Sie produzieren tolles Aroma und werden von den Brennern gehütet wie ein Staatsgeheimnis.

Beim Brennvorgang selbst macht die Verarbeitung einen Unterschied. Manche Brenner sind so gut, dass sie mit den Temperaturen ganz genau arbeiten. Je nach dem, wie eng das Fenster an Hitze ist, werden bestimmte Alkohole verdampft und andere eben nicht.

Im letzten Schritt entscheidet dann die Lagerung. Wurde der Rum im Stahlfass gelagert? So wie es bei Discounter Marken und billigen Sorten der Fall ist? Oder war er im Holzfass? Und wenn ja, wie lange? Je länger er im Holzfass war, umso mehr nimmt er die hochwertigen Aromen auf und umso besser der Geschmack.

Bei manchen dieser Verarbeitungsvorgänge entstehen Sorten, die deutlich besser schmecken als andere. Sie sind meist ein Glücksgriff für die Hersteller. Sie können als Sonderabfüllungen zu besonders hohen Preisen verkauf werden. Das sind dann die sogenannten Single Casks. Sie erzielen auf dem Markt für Feinschmecker wirklich stolze Preise.

Man kann also durchaus sagen, dass es sich nicht um Prahlerei oder Snob-Denken geht, wenn Leute so teure Getränke kaufen. In der Herstellung von Rum gibt es eben zahlreiche Faktoren, die den Geschmack verändern. Je mehr auf Qualität in der Herstellung geachtet wurde, umso besser ist dann eben das Endergebnis. Je nach Größe des Geldbeutels kann jeder seinen Vorlieben nachgehen.

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